Social Media und “sozial”

Nein, das wird jetzt keine grammatikalische Abhandlung. Wir kennen, denke ich, alle die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs “Social Media” oder “soziales Medium”:

Ein soziales Medium ist ein Netzwerk im Internet, in dem Nutzer miteinander interagieren können.

So abstrakt ausgedrückt fällt vielleicht auf, dass außer dem Zusatz “im Internet” diese Definition auch für konventionelle analoge Gesellschaften gelten kann. Im Grunde bedeutet das theoretisch (auch die Praxis bestätigt dies), dass es einige Analogien zischen virtuellen und analogen Gesellschaften/Netzwerken gibt.
In beiden spielt der Faktor Mensch mit all seinen Facetten eine zentrale Rolle. Was sich stark unterscheidet, sind die prägenden Medien.

So wie der Algorithmus und die Chat-Funktion unser Netzwerken online beeinflussen, so beeinflussen Raum und Zeit z.B. Interaktionen in der analogen Welt. Es gibt also durchaus entscheidende Unterschiede in den Einflussfaktoren und dem Umfeld der sozialen Interaktion.

Trotzdem sind die (Haupt-)Partizipatoren an sozialen Netzwerken Menschen. Und jetzt kommen wir nach all diesen Ausführungen zum Punkt:

– Gute SEO versucht nicht, die Technik auszutricksen, sondern spricht Nutzer mit guter Usability und Inhalten an.
– Gute Werbung verkauft keine Produkte, sondern spricht menschliche Emotionen an.
– Gutes Social Media Marketing beschäftigt sich mehr mit Menschen als mit dem Algorithmus.

Wenn Du mich also nach einer guten Strategie für Instagram fragst, dann frage ich zuerst nach Menschen: Nach den Menschen, die Du ansprechen möchtest, und -ebenso wichtig (!!!)- nach den Menschen, die Dein Instagram Profil führen.
Vielleicht bist das Du selbst, vielleicht einer oder mehrere Deiner Mitarbeiter. Fakt ist jedenfalls, dass die persönliche Connection (oder auch nicht) darüber entscheidet, ob Du erfolgreich auf Social Media arbeiten kannst. Der menschliche Draht ist entscheidend. Und zwar spätestens dann, wenn Instagram als Werbeplattform seinen Zweck erfüllt und Anfragen über das Profil kommen.

Instagram ist keine One-Way Straße, kein Stiefkind und keine Beschäftigungstherapie für Deinen Prakti. Instagram ist ein Medium, mit dem Du Menschen verbindest: Und zwar die Menschen, die potentiell Deine Angebote wahrnehmen möchten, und die, die dieses Angebot feil bieten.

Nutze die Macht der persönlichen Verbindung! Das ist und war von Anfang an die Quintessenz von “Social Media”. Und das kann man mit keiner Algorithmus-Strategie austricksen.

Mit Personal Brand Projekte bündeln

Was ich am Zeitgeist heute und jetzt so liebe ist, dass alles möglich scheint. Durch unfassbare technische Möglichkeiten und das entsprechende Mindset dazu befinden wir uns in einem Zeitalter der Macher, der Chancennehmer, der Umsetzer. Und das ist großartig!

Nur kennst Du es vielleicht auch, dass die Verlockung groß ist, sich kopfüber in immer neue Projekte zu stürzen. Ein Baby ist erfüllend, aber auch anstrengend, bei zweien verdoppelt sich Glück und Last und ab drei schläft man kaum noch, weil wenn die zwei anderen schlafen, ist das dritte garantiert wach. Das gilt auch für Business-Babys!

Nun soll das hier kein Produktivitäts-Blog sein, sondern ein Artikel, der Dir die Chancen von Social Media aufzeigen soll. In diesem Fall stellt sich z.B. häufig die Frage, wie man eine breite Aufstellung mit verschiedenen Projekten und GLEICHZEITIG eine messerscharfe Positionierung unter einen Hut bekommen soll?!

Die Antwort liegt in der für mich schönsten Art, Business zu machen:
Personal Branding.

Von Menschen sind wir es gewohnt und lieben es, wenn sie sich für verschiedenen Dinge einsetzen, vielseitig sind, Stärken auch ausspielen und man mit Ihnen zu unterschiedlichen Themen interessante Gespräche führen kann. Lass also Deine Menschen in Deinem Betrieb über die Dinge sprechen, die sie bewegen, oder sprich selbst darüber, wenn Du als Selbständiger unterwegs bist. Gott sei Dank liegt es ja zufällig auch in der Natur von Social Media, dass eben solcher Content gern gesehen und von den Plattformen gern gezeigt wird.

Etabliere den persönlichen Faktor in Deinem Business, und Du wirst nie wieder Schwierigkeiten haben, Themen zu finden, über die es sich zu sprechen lohnt, oder über die Themen zu sprechen, die Dich ausmachen und Dir wichtig sind.
Wenn Du möchtest, lass uns gerne gemeinsam an Deiner Strategie und Umsetzung arbeiten.
Ich freue mich darauf! 🙂

“Reichweite” und “Erreichen”

Bei Social Media ist “Reichweite” ein geflügeltes Wort. Es ist überall. Zweifelsohne nicht unberechtigt, denn in einem Trichterförmigen Modell (oder Funnel) Ist die Reichweite, das was oben rein kommt, und eine Konversion, was unten raus kommt.
Das heißt, die Reichweite ist natürlich ein extrem wichtiger KPI (Key Performance Indikator), ein wichtiger Parameter für den Erfolg Deiner Online Marketing Strategie.

Umso mehr wurden zahllose Creator auf Instagram & Facebook von den Änderungen im berüchtigten Algorithmus getroffen, die sich auf die Reichweite der Posts negativ auswirkten. Für mich ist das einfach ein Symptom davon, dass auf einer fremden Plattform nicht die Creator entscheiden, wie die Regeln sind, sondern dass wir uns entschieden müssen, ob wir unter diesen Umständen spielen wollen, und wenn ja, wie das erfolgreich für uns aussehen kann.

Eine Möglichkeit, dies zu umgehen, ist das Etablieren einer eigenen Plattform (oder Website). Aber auch in diesem Fall ist man von den Reichweite-gebenden Strömen da draußen ausgesetzt (z.B. Google Suchergebnisse). Auch in diesem Fall sind äußere Umstände richtungsweisend.

Ich möchte in diesem Artikel eine Lanze brechen für den echten, organischen 1-1 Kontakt. Das ist übrigens auch die Richtung, die alle Social Media Plattformen fördern- eine kluge Entscheidung.
Denn jede Social Media Plattform wäre ohne die echten Kontakte von Menschen, die sich tatsächlich kennen und mögen. Jeder Teilnehmer, der seine Reichweite über seinen Kreis hinaus erweitern möchte, nutzt diese gesunden Strukturen (aus), und wenn dieses Vorgehen überwiegt, werden die echt organischen Strukturen erdrückt und überflutet. Davor müssen die Plattformen ihre Community schützen.

Für uns, die Social Media weiterhin als Kanal nutzen möchten, neue Kunden kennenzulernen und zu überzeugen heißt das ganz klar: Qualität vor Quantität. Steckt Energie in Eure Beziehungen und in Eure Community. Redet mit den Leuten, baut echte Beziehungen auf. Ziele wie “10.000 Follower” sind heutzutage nicht nur extrem ehrgeizig, sondern auch meistens nicht zielführend. Sucht die Menschen, die echtes Interesse an dem haben, was ihr zu bieten habt. Unterstützt Euch gegenseitig.

Mein Lieblingscredo: Social Media ist vor allem eins- wirklich, wirklich social!

Selbst und Ständig? – Personal Brand im Dauereinsatz

Selbständige sind selbst und ständig für und in ihrem Business präsent. Das ist ein sehr, sehr weit verbreiteter Glaubenssatz, der durch die technischen Möglichkeiten von Social Media nochmal andere Dimensionen annimmt. Wenn das, was Du tust, aus Deinem Fleisch und Blut wächst, dann ist Dein Business Dein Baby, dann macht es auch Spaß, Stunden und Tage und Wochenenden zu investieren.

Grade auf Instagram, Facebook und Co. nimmt das teilweise Züge an, die, auch das zeigen die Erfahrungen, sehr ungesunde Auswüchse annehmen können. Nämlich dann, wenn privat und geschäftlich gefühlt und auch im Sinne des zur Verfügung gestellten Zeitkontingents miteinander verschmelzen und man am Ende rund um die Uhr “bei der Arbeit” ist. Physisch und mental.

Ich predige immer, dass auch ein Personal Brand Business Account ein Business Account ist und auch als Teil des Business behandelt werden sollte. Das trifft auf viele Facetten zu:

– Ernsthaftigkeit
– Strategie
– Privatsphäre
– Rentabilität

aber eben auch auf das Thema

– Zeitmanagement

Ständig erreichbar zu sein ist ungesund, das zeigen viele Beispiele und Studien. Deswegen ist es mir so wichtig, einen professionellen, effektiven und effizienten Umgang mit Social Media zu vermitteln, der mit einem maßvollen Umgang rentabel Ergebnisse bringt.

Und, Spoiler Alert:
Das gelingt auch, wenn man zwischendurch richtig richtig Urlaub machen möchte.

Was noch wichtiger ist als Authentizität auf Social Media:

Bestimmt kennst Du auch so einen Menschen auf Instagram (oder sogar im echten Leben!), der super erfolgreich ist mit seinem Profil: Viele Follower, Likes, begeisterte Kommentare. Dabei ist der doch total unauthentisch! Man sieht, dass der- oder diejenige (bewusst) eine Rolle spielt, und trotzdem kommt der Erfolg. Dabei haben wir alle doch gelernt, dass man super authentisch sein muss auf Instagram und Facebook, um erfolgreich zu sein. Dass man auch Misserfolge und Phasen teilen muss, in denen es einem nicht so gut geht. Weil nur dann ist man wirklich authentisch, und macht Keinem etwas vor. Und wir sind doch eine ehrliche Haut, oder?

Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass Ehrlichkeit erstmal etwas Gutes ist, und dass das vor allem im Business-Kontext ein wichtiges Gut ist.
Trotzdem. Wenn Du zum Beispiel in einem Verkaufsgespräch einen der Top-Coaches dieser Welt fragst, ob seine Strategie funktioniert, was wird der wohl antworten?

A) “Ja, eigentlich schon, also, wenn Du Dich dahinter klemmst und alles umsetzt, dann ist die Chance ziemlich hoch, aber im letzten Jahr hatten wir vier Reklamationen und ein paar Fälle, die mit dem Programm nicht klar gekommen sind und ihr Ziel nicht erreicht haben.”

B)”Natürlich! Wir haben tausende glückliche Kunden, die begeistert sind, und die wir weiterbringen konnten. Ein paar davon sind jetzt Millionäre! Wir arbeiten mit Dir nach der selben Strategie, die schon für viele viele andere Erfolg gebracht hat.”

Ist dieser Mensch erfolgreich? JA! Ist er zu 100% authentisch? Wohl nicht ganz. Also scheint Authentizität dafür nicht unbedingte Voraussetzung dafür zu sein.
Aber was hat dieser Mensch dann an sich, was diesen Erfolg auslöst? Lies bis zum Ende, ich bin mit der Authentizität noch nicht fertig 😉
“Discounter-Authentizität”, also Authentizität um jeden Preis kann nämlich echt gefährlich für Dich werden:

Was ist gute und was ist schlechte Authentizität?

Authentizität ist toll, um jemanden mit allen Facetten kennenzulernen, oder zuzulassen, dass andere einen sehr gut kennenlernen. Echtes, ungeschminktes Auftreten kann ein Mittel sein, um Nähe zu schaffen, um “Relatability” zu erzeugen, um die eigene Reise, die eigene Vorher Nachher Case Study zu zeigen. Sich verletzlich zu zeigen ist ein Vertrauensvorschuss, der oft sehr wertvoll für (entstehende) Beziehungen ist. Auch Kundenbindung kann durch ein tieferes Vertrauensverhältnis gestärkt werden.
Authentizität bezieht sich häufig darauf nicht NUR die positiven Seiten, Erlebnisse, Ergebnisse zu zeigen, sondern eben auch die weniger präsentablen Seiten des Lebens.

Kurze Frage, wann hast Du zuletzt jemandem im Supermarkt erzählt, dass es Dir gerade nicht gut geht, oder das Thema bei der Familienfeier auf den Tisch gebracht? Oder gar beim Teammeeting? Vermutlich ist das schon eine Weile her. Manche Themen, gerade die verletzlichen oder einfach privaten Themen, besprechen wir in der “echten” Welt mit einem sehr, sehr kleinen Kreis.

Authentizität, bzw. zu viel davon, kann also dann schlecht sein, wenn Sie zu weit geht für DICH, wenn sie aus einem sozialen Druck heraus entsteht und Du schlicht keinen Effekt erzeugst, den Du nicht auch ganz systematisch geplant hast und nutzen willst.
Vielmehr ist es sinnvoll und gesund für Dich, es auf den sozialen Medien so zu halten, wie in der analogen Welt: Zeige das, was Du möchtest. Wenn das einige Aspekte und Facetten ausklammert, dass ist das okay.
Wir alle spielen in verschiedenen Alltagssituationen verschiedene Rollen: Mutter, Vater, bester Freund, große Schwester, Experte, Schüler, und so weiter. Das ist wichtig, um sich Situationen anpassen zu können und sich angemessen zu verhalten. In den wenigsten Situationen ist es dienlich, sich so zu verhalten, wie unbeobachtet zuhause auf der Couch.
Zeige also das, was Du ehrlich zeigen möchtest, was da draußen im www auch hingehört und da bleiben darf, was jeder sehen kann.

Kleiner Fun-Fact: Ich frage mich immer: Wenn ich das und das zeige/tue, kann ich dann noch Bundespräsidentin werden? Ehrlich wahr 😉

Gesunde Authentizität ist es also, die Rolle zu spielen, die Dein ich in diesem Umfeld einnehmen will. Und Persönlichkeit zu zeigen, ist in diesem Rahmen absolut möglich! Sprich, wie Dir der Schnabel gewachsen ist, lache, verhasple Dich, tu, was immer Du willst. Aber fühle Dich nicht genötigt, dies zu tun oder das zu zeigen.
Wenn Du Dich dazu nämlich zwingen musst, nennt man das per Definition nämlich umauthentisch.

Was macht also diesen Riesen Unterschied, der manche Leute so faszinierend macht?
Charisma.
Den Begriff hört man ziemlich selten zur Zeit, oder? Ein bisschen aus der Mode gekommen. Meine Mission ist, ihn wieder zu beleben. Charisma hat unbedingt mehr Aufmerksamkeit verdient. Weil ohne Charisma, ohne Ausstrahlung, die Fähigkeit, Menschen zu begeistern und für die eigene Sache zu gewinnen, sind Reichweite, Sichtbarkeit, ist jeder Funnel und jede Werbeanzeige nichts wert.

Das Gute ist, dass man Charisma tatsächlich entwicklen und trainieren kann. Wenn Du lernen willst, wie das geht, und zwar strategisch und methodisch, für Deine Personal Brand, ob in der “echten” oder in der virtuellen Welt, dann melde Dich bei mir!

Sorgen wir gemeinsam dafür, dass Du strahlst, dass die Leute Dich kennenlernen und mit Dir arbeiten wollen!

Ich freue mich auf Deine Nachricht!

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